Mit dem Anstieg der Remote-Arbeit ist es wichtiger denn je, sichere und aber auch effiziente Arbeitsplätze für Ihre Mitarbeiter zu schaffen. In der Anleitung erklären wir Ihnen wie sie dies schnell & sicher umsetzen können.
Anforderungen und Vorbereitung:
Bevor sie mit der Einrichtung beginnen sollten sie überprüfen ob sie folgendes Vorhanden haben:
- Eine Stabile Internetverbindung
- Geeignete Hardware (Laptop/PC)
- Zugriffsrechte (Server) und notwendige Software Lizenzen (VPN, Windows etc.)
Installation:
VPN (Virtual Private Network) einrichten:
- Wählen Sie einen geeigneten VPN Anbieter aus oder richten Sie einen eigenen VPN Server ein. (Eine Anleitung für einen kostengünstigen aber guten VPN Server finden Sie hier.)
- Software Installation: Installieren Sie den VPN-Client auf den Geräten der Mitarbeiter
- Konfiguration: Konfigurieren Sie die VPN entsprechend der Anweisung des Anbieter, bei einem eigenen VPN-Server sollten Sie drauf achten gewisse Sicherheitsstandards mit eingebracht zu haben wie z.B. 256-Bit-Verschlüsselung. Achten Sie darauf jedem Mitarbeiter ein eigenes VPN-Profil anzulegen um im Nachhinein mehr Kontrolle zu haben.
Remote Desktop Software einrichten:
Ein weiterer wichtiger Punkt ist es eine passende Remote Desktop Software zu installieren. Die Software ermöglicht es Ihnen den Mitarbeitern auch aus der Entfernung bei Technischen Problemen zur Seite zu stehen. Aber auch anders herum ermöglicht sie es Mitarbeitern evtl. auf den Rechner im Büro zuzugreifen.
- Software auswählen: Ob TeamViewer, Anydesk oder Microsoft Remote Desktop, alle erfüllen das selbe Ziel. Entscheiden Sie sich für die Software die sie am angenehmsten zu nutzen finden.
- Installation und Konfiguration: Installieren Sie die Software auf die Geräte die im Büro aber auch im Homeoffice der Mitarbeiter stehen. Konfigurieren Sie die Software so dass man mit den richtigen Zugriffsdaten keine zusätzlichen Bestätigungen auf der anderen Seite braucht.
- Sicherheitseinstellungen: Stellen Sie sicher, dass alle Verbindungen verschlüsselt sind und für jeden Zugriff nur autorisierte Geräte/User zugriff haben.
Sicherheitslinien und Schulungen:
Da die Mitarbeiter sich nun jederzeit über die VPN-Verbindung mit ihrem Firmennetzwerk verbinden können, kann ich nur empfehlen die Mitarbeiter auch zu Schulen und ihnen die wichtigsten Sicherheitsrichtlinien ans Herz zu legen um Mögliche Fehler und somit verbundene Schwachstellen im Netzwerk zu verhindern. Die 3. Wichtigsten Schulungen wären:
- Passwortmanagement: Verwenden sie möglichst starke Kennwörter (mind. 10 Zeichen, Groß & Kleinschreibung, Sonderzeichen, Zahlen) und versuchen sie im Unternehmen einen einheitlichen Passwortmanager zu verwenden. Ein Passwort Manager bringt ihnen den Vorteil automatisch Kennwörter zu generieren und diese zu Speichern, sodass der Mitarbeiter die Passwörter nicht mehr selber erstellen muss und sie zentral abgespeichert sind.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Aktivieren sie 2FA für alle wichtigen Anwendungen und Zugänge
- Phishing-Schulungen: Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für Phishing-Angriffe. Erklären sie Ihnen die Gefahren von solchen Angriffen und vor allem zeigen Sie Ihren Mitarbeitern wie sie solche Angriffe schnell erkennen können.
Datenzugriff und Backup:
Stellen Sie sicher dass Ihre Daten auch von Mitarbeitern aus dem Home Office erreichbar sind und auch gebackupt werden.
- Cloud Speicher oder über VPN erreichbare NAS Einrichten. Eine gute Möglichkeit für Cloud Speicher finden Sie z.B. bei Google, Dropbox oder Microsoft. Wenn Sie nicht der Fan von Cloud Speicher sind, können Sie auch eine NAS in Ihrem Firmennetzwerk installieren. Diese Nas können die Mitarbeiter dann über die VPN von überall aus erreichen und auch darauf zugreifen.
- Backup-Strategie entwickeln: Es wäre eine Tragödie, wenn alle Daten von heute auf morgen verschwinden. Damit dieser Fall nicht eintrifft benötigen Sie ein Backup was regelmäßig ausgeführt und gewartet wird. Eine gute Möglichkeit für Backups bieten viele Cloud Anbieter an. Eine alternative wäre es natürlich auch einen lokalen Backupserver oder eine Lokale NAS zu konfigurieren die nur für Backupdaten zuständig ist.
Kommunikationstool:
Wie Sie sich vorstellen können, kann es durch das arbeiten im Home Office dazu kommen dass die Kommunikation schwerer wird als davor. Deshalb empfehlen wir ein Kommunikationstool.
- Kommunikationsplatform: Verwenden Sie Platformen wie Microsoft Teams, Slack oder Zoom für die tägliche Kommunikation und Meetings.
- Datenschutz: Stellen Sie sicher, dass alle Kommunikationsplattformen den Datenschutzrichtlinien Ihrer Organisation entsprechen.
Mit einem weiteren wichtigen Thema und zwar der Passenden Arbeitsgeräte und der Homeoffice Ausstattung eines Mitarbeiters befassen wir uns hier.